#stopCr6
Calciumchromat 

Chrom (VI)-Verbindungen (Calciumchromat) auf calciumhaltigen Hochtemperaturisolierungen

Isolierelemente, Isoliermatratzen, Isoliergewebe, Isolierwollen, -fasern und -matten

Bei der Demontage von Isolierelementen (z. B. als Isoliermatratzen, Isolierkissen, Dämmkissen, Dämmmatratzen oder in anderen Mattenformen bzw. auch als lose Isoliermaterialien), die u. a. als Turbinen- oder Motoren-Isolierung eingesetzt werden (Gasturbine, Dampfturbine, Dieselmotor, Gasmotor und schon jetzt auch auf Hydrogenmotoren), ist es nicht auszuschließen, mit Calciumchromat, einer Chrom (VI)-Verbindung, in Kontakt zu kommen, wenn die Isolierelemente und/oder -materialien Calcium- oder Calciumoxide enthalten (chemische Formel: Ca bzw. CaO) und bei Betriebstemperaturen von über 350°C Kontakt mit chromhaltigen Heißteilen hatten (z. B. Edelstahlkörper wie Krümmer, Turbolader, Abgasleitungen o.ä.).

Weitere Erscheinungsformen in ihrer Form als

 

Natrium- oder Kaliumchromat (Na2CrO4 bzw. K2CrO4)

 

können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

sofern die Isolierelemente, -materialien und/oder -systeme andere Alkali- oder Erdalkalimetalle wie z. B. Natrium (Na) oder Kalium (K) oder Oxide hieraus enthalten.

Sofortige Schutzmaßnahmen sind erforderlich, wenn beim Abmontieren der Isolierelemente gelbliche Stäube auf der Innenseite der Isolierung oder auf dem vorher isolierten Bauteil erkennbar sind, in diesem Falle muss sofort ein Chrom (VI)-Schnelltest durchgeführt werden. Fällt dieser positiv aus (purpurne Verfärbung des Teststäbchens), sind unverzüglich sämtliche Maßnahmen einzuleiten, die sich z. B. in Deutschland aus der sog. "Gefahrstoffverordnung" (GefStoffV) ergeben und deren neueste Ausgabe Sie herunterladen können, wenn Sie hier klicken.

 

KWK/BHKW-Motor mit Calciumchromat auf der Abgasleitung

Die krebserregende Chrom (VI)-Verbindung wurde aufgrund einer beschädigten Isolierhalbschale in die Motorenkabine herausgeblasen, weitere Chromate haben sich auf der Leitung eingebrannt

Isoliermatratze eines deutschen Gasturbinenherstellers mit deutlichen Calciumchromatablagerungen

noch immer werden calciumhaltige Dämmkissen eingesetzt; das Calciumoxid im Isoliergewebe reagiert oxidativ mit Chromlegierungen der Gasturbine und bildet die krebserregende Chrom (VI)-Verbindung Calciumchromat (CaCrO4)

textile Isolierung einer Gasturbine eines deutschen Herstellers. Auch hier Bildung von CaCrO4

die Edelstahldrahtverstärkung des Isoliergewebes enthält Chrom, welches mit dem Calciumoxid des Isoliergewebes zur sechswertigen Chromverbindung Calciumchromat hochoxidiert

mit Calciumchromat (Cr6) kontaminierte Edelstahlbefestigungsteile und Edelstahl-Montagedraht

das calciumhaltige Isoliergewebe der zweiten Mattenlage einer Dampfturbine eines deutschen Herstellers reagiert mit den Chromverbindungen der Befestigungselemente aus Edelstahl, auch hier Hochoxidation zu Calciumchromat

deutliche Chromatbildung (gelbes Pulver) auf der Innenseite einer Isoliermatratze (Dampfturbine)

Die calciumhaltige Innenseite der Dämmmatratze (Isoliergewebe) und die edelstahlhaltigen Pins der Turbinenbegleitheizung reichen aus, um die Chrom (VI)-Verbindung Calciumchromat in relativ grossen Mengen entstehen zu lassen

mit Calciumchromat kontaminiertes Edelstahlgestrick eines Dämmelementes für Gasmotoren

insbesondere amerikanische Hersteller bevorzugen Edelstahlnetze als äußerste Kontaktlage bei Hochtemperaturisolierungen. Das Drahtgestrick hat direkten Kontakt mit calciumhaltigen Fasermatten, die Hochoxidation und Entstehung einer erdalkalischen Chrom (VI)-Verbindung ist vorprogrammiert

Chrom (VI) in allen Bereichen einer Isoliermatte

seitlicher Direktkontakt der calciumhaltigen Fasermatte mit einem chromhaltigen Motorenheißteil ist fast schon ein Garant für die Entstehung von Calciumchromat (Cr6)

Chrom (VI)-Detektion Edelstahldrahtgestrick

Das großflächig kontaminierte Isolierelement muss als kennzeichnungspflichtiger Sondermüll entsorgt werden. Auch eine Motorenreinigung steht an.

Chromate (Chrom (VI)-Verbindungen) auf der Innenfläche einer Isoliermatratze

auch hier reagiert die chromhaltige Edelstahldrahtverstärkung mit dem calciumhaltigen Isoliergewebe

Mit Chrom (VI)-Verbindungen durchsetzte Stäube

auch bei dieser Isolierung eines österreichischen Gasmotors entsteht die Calciumchromatbildung durch die Kombination "chromhaltiger Edelstahl mit calciumhaltiger Wärmedämmung"

Als Chrom(VI)-Verbindungen unterliegen diese Chromate außerdem den Beschränkungen im Anhang XVII, Nummer 47 und 72 der REACH-Verordnung (in Deutschland umgesetzt durch die Chemikalien-Verbotsverordnung).

Sechswertigen Chromverbindungen sind toxisch (aufgrund ihrer Oxidationskraft) sowie krebserregend, insbesondere wenn sie in der Luft sind und eingeatmet werden.

Ein Datenblatt über die chemischen Eigenschaften bzw. Hinweise zu Gefahren für Mensch und Umwelt von Calciumchromat können Sie hier herunterladen.

Chrom (VI)-Entstehung Motorenisolierung Turbinenisolierung

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lung cancer

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Piktogramme Calciumchromat_hoch.png