Chromataschendekontamination in einer Müllverbrennungsanlage, Krakau

An zwei Terminen im August und September wurden die beiden Verbrennungsöfen einer Müllverbrennungsanlage in Krakau vor der Revision dekontaminiert. Die Verbrennungsasche enthält Chrom(VI)-Verbindungen. Wisch- und Bodenproben auf den Riffelblechen des Gerüsts und am Ofenrand bestätigten das; die Schnelltests verfärbten sich violett.

Ziel der Arbeiten war zweierlei. Erstens sollte die Verschleppung chromathaltiger Asche in angrenzende, ungeschützte Arbeitsbereiche verhindert werden. Zweitens sollten die Chrom(VI)-Verbindungen in der Asche durch Redoxreduktion zu Chrom(III)-Verbindungen umgesetzt werden, um das Gefahrenpotenzial deutlich zu senken; vollständig beseitigt wird es dadurch nicht. Eingesetzt wurde die in Wasser gelöste KavarClean®-Pulvermischung, als gelöste Mischung ohne CLP-Einstufung.

Nach dem Einrüsten wurden Wände, Gerüstteile und Boden flächendeckend im Aerosolsprühverfahren benetzt, von oben nach unten und von hinten nach vorn. Die Standzeit der Staubfilter war nach der Benetzung erschöpft, so dass die Arbeit unterbrochen werden musste. Vor dem Verlassen des Ofens und unmittelbar danach im Außenbereich wurde das Personal auf einer Aufsaugmatte mit der Reduktionslösung abgesprüht; Helm und Vollgesichtsmaske wurden zur Weiterverwendung chromatreduziert. Anschließend wurden die gebundenen Stäube von oben nach unten und von links nach rechts zusammengekehrt, in verschließbare Beutel aufgenommen und vor und nach dem Heraustragen benetzt. Staubnester auf den Oberseiten und an den Sichtfenstern der Ofentüren wurden unter gleichzeitiger Benetzung entfernt. Geringwertige Hilfsmittel wurden entsorgt, gestelltes Equipment tiefengereinigt, der Arbeitsbereich besenrein übergeben.
Der Arbeitsbereich war zoniert und abgesperrt. Personenbezogene Luftmessungen im Ofeninneren allein reichen für die Gefährdungsbeurteilung nicht aus; wegen des Verwirbelungs- und Verschleppungspotenzials der Asche ist das gesamte Umfeld zu bewerten.


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